Was ist ein Minijob?

Was ist ein Minijob?

Das ist ein Minijob

Was ist ein Minijob und was muss ich im Lohnbüro beachten. Dies ist eine häufig gestellte Frage, die immer wieder an mich herangetragen wird. Im Gesetz ist ein Minijob gar nicht beschrieben. Vielmehr wird dort von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen gesprochen. Der Minijob hat sich erst nach und nach in den Sprachgebrauch eingeschlichen. Heute ist er allgemein gängig und ist sogar Namensgeber für diesen Blog.

Was ist ein Minijob?

Im Sprachgebrauch wird die Bezeichnung Minijob mittlerweile für die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse in Gänze benutzt. Hier sehe ich dies jedoch etwas differenzierter.

Ein Minijob ist ein 450-€-Job oder besser ein geringfügig entlohntes Beschäftigungsverhältnis (§ 8 Absatz 1 Nummer 1 SGB IV). Die Bezeichnung Minijob resultiert aus der finanziellen Sichtweise auf die monatliche Vergütungshöhe von grundsätzlich maximal 450 €. Ein solcher Minijob ist aufgrund der geringfügigen monatlichen Entgelthöhe ein Minijob – also quasi ein Job mit „Mini-Vergütung“.

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Daneben gibt es noch eine weitere Art der geringfügigen Beschäftigungen. Diese sind jedoch nicht aufgrund der Entlohnungshöhe, also des Entgelts, sondern aufgrund des zeitlichen Umfangs geringfügig. Es handelt sich hier um kurzfristige Beschäftigungen.

Was ist ein Minijob – ein 450-€-Job!

Neben der Bezeichnung Minijob hat sich im Sprachgebrauch für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse auch ein anderer Begriff mittlerweile etabliert. Oft wird auch vom 450-€-Job gesprochen, wenn es um geringfügig entlohnte Beschäftigungen bzw. Minijob geht.

Was ist ein Minijob – Voraussetzungen

Um überhaupt einen Minijob ausüben zu können, hat das Beschäftigungsverhältnis einige Bedingungen erfüllen. Voraussetzung für einen Minijob ist es, dass das regelmäßige Entgelt im Monat nicht 450 € übersteigt (daher auch die Bezeichnung 450-€-Job).

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Beschäftigen Sie also einen Arbeitnehmer, dessen Entgelt monatlich diesen Betrag von 450 € nicht überschreitet, dann handelt es sich in aller Regel um einen Minijobber.

Beispiel:

Sie beschäftigen eine Reinigungskraft für die Reinigung der Büroräume. Die Arbeitnehmerin erhält dafür monatlich 350 €.

Da das regelmäßige monatliche Entgelt 450 € nicht übersteigt, handelt es sich um einen Minijob.

 

Was ist ein Minijob – ganz einfach

Bedeutet das jetzt, es handelt sich bei Beschäftigungen mit einem regelmäßigen Entgelt von nicht mehr als 450 € im Monat immer um einen Minijob? Nicht ganz. Denn keine Regel ohne Ausnahme – und davon gibt es im Bereich der Minijobs eine ganze Menge. Etwas differenzierter ist der Minijob schon zu betrachten. Sonst wäre es ja auch zu einfach.

Was ist ein Minijob – und was nicht?

So sind beispielsweise Auszubildende in ihrer Berufsausbildung niemals als Minijobber tätig. Andererseits darf ein Auszubildender natürlich neben seinem Ausbildungsjob auch einen Minijob ausüben. Die Voraussetzungen für einen Minijob sind auf den ersten Blick eigentlich ganz einfach – nämlich nicht mehr als 450 € im Monat – der Teufel steckt jedoch wie so oft im Detail.

Was ist ein Minijob – was ist bei Minijob im Nebenjob

Denn es stellt sich dann schon die nächste Frage: Darf ein Minijob im Nebenjob ausgeübt werden? Wieviel kann der Minijobber im Hauptjob verdienen oder im Nebenjob. Was gibt es da zu beachten? Welche Auswirkungen hat ein Nebenjob auf den Hauptjob? Muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber über weitere Jobs informieren? Darf der Arbeitgeber einen Minijob als Nebenjob verbieten?

All diese Fragen (und noch einige mehr) stellen sich bei der Beschäftigung eines Minijobbers. Mehr Informationen dazu finden Sie auf meinem Blog und erhalten Sie in dem regelmäßigen Newsletter zu Minijobs und kurzfristigen Aushilfen.

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Interessant: Diese Ausnahmen gibt es bei Minijobs.

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18 Antworten

  1. […] sollten Sie regelmäßig prüfen, ob sie für alle Minijobber, die Sie rentenversicherungsfrei abrechnen, einen gültigen Befreiungsantrag vorliegen […]

  2. […] Ihr Minijobber vertraglich zugesicherte oder aufgrund von betrieblicher Übung regelmäßig Einmalzahlungen (zum […]

  3. […] Minijobs nebeneinander ausüben (Multi-Minijobber), so gilt, dass die Entgelte aus den einzelnen Minijobs zusammenzuzählen sind. Das Gesamtentgelt aus den einzelnen Minijobs darf dabei nicht die […]

  4. […] Beurteilung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung (Minijob) und der damit verbundenen Sozialversicherungsfreiheit ist die Höhe des Entgelts. Dabei […]

  5. […] eine Gleitzonenbeschäftigung zu entscheiden, anstatt eines (versicherungsfreien) Minijobs. Denn im Minijob gibt es keinen […]

  6. […] einzelnen Arbeitseinsatz An- und Abmeldungen zur Sozialversicherung erstellen. Das würde bei Ihren Minijobbern ja zu einem unüberschaubaren Wust an Meldungen […]

  7. […] mehr von der Rentenversicherungspflicht befreit werden. Der Minijobber hat sich bereits in seinem Minijob für die Rentenversicherungspflicht entschieden. Und von dieser Entscheidung kann er nicht mehr […]

  8. […] sind müssen nämlich nicht im Voraus auf eine bestimmte Zeitspanne befristet werden – die 450-€-Jobs sind vielmehr auf Dauer ausgelegte Jobs mit einem geringfügigen […]

  9. […] Einstellung neuer Minijobber keine Gedanken, ob es ein gesetzlich oder privat krankenversicherter Minijobber ist. Sie werden aber im Folgenden sehen, dass es sich durchaus lohnt privat krankenversicherte […]

  10. […] Insolvenzgeldumlage wird für alle Arbeitnehmer erhoben, also auch für die Minijobber und kurzfristigen Aushilfen in Ihrem […]

  11. […] und der Minijob ist eine Nebenbeschäftigung. Übt er neben seinem Hauptjob nur einen Nebenjob im Minijob aus, so können Sie diesen (einen) Nebenjob als „normalen“ Minijob abrechnen. Eine […]

  12. […] ist zwar grundlegend falsch, doch sollten Sie als Arbeitgeber Ihre Minijobber über Ihre Pflichten […]

  13. […] anderen Arbeitgeber wird nicht mit einem versicherungspflichtigen Hauptjob und auch nicht mit einem Minijob (450-€-Job) […]

  14. […] es zunächst einmal nicht in der Minijobnorm (§ 8 SGB IV). Hier wird nur auf den Verdienst bei Minijobbern (geringfügig entlohnt Beschäftigten) abgestellt. Das führt zunächst zu der Aussage, dass es […]

  15. […] Lohnbüro zu versteuern sind. Das gilt auch für Ihre Minijobber. Das heißt Sie können für Ihre Minijobber grundsätzlich auch die ELStAM […]

  16. […] handelt sich tatsächlich um einen Minijob und eine kurzfristige […]

  17. […] gilt für alle jugendlichen Arbeitnehmer und Auszubildende, also auch für Ihre jugendlichen 450-€-Kräfte und kurzfristigen […]

  18. […] allerdings zwischen dem Ende des Minijobs und dem Beginn der kurzfristigen Aushilfsbeschäftigung mehr als zwei Monate, so ist diese […]

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