Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung

Kündigt ein Minijobber, so stellt sich oft die Frage, wie hoch der Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung ist? Wie so oft kommt es auf ein paar weitere Bedingungen an, um den Urlaubsanspruch konkret zu bestimmen.

Der Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung bemisst sich genauso wie bei Ihren anderen Arbeitnehmern. Das bedeutet, es kommt darauf an, wann die Kündigung wirksam ist und wie lange der Minijobber bereits bei Ihnen beschäftigt ist, also ob er schon den vollen Urlaubsanspruch erworben hat.

Wichtig: Auch Minijobber haben Urlaubsansprüche!

Urlaubsanspruch von Minijobbern

Der komplette Jahresurlaub steht Minijobbern zu, wenn sie 6 Monate (Wartezeit) im Betrieb beschäftigt sind (§ 4 Bundesurlaubsgesetz). Ist dies der Fall besteht im Grunde der volle Jahresurlaubsanspruch.

Bis dahin hat der Minijobber einen Anspruch auf Teilurlaub von 1/12 des Jahresurlaubsanspruchs für jeden vollen Monat, den das Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung in der ersten Jahreshälfte

Nun jedoch zu der Frage, ob ein Minijobber bei einer Kündigung Anspruch auf den vollen Jahresurlaub hat. Es kommt darauf an zu wann die Kündigung wirksam ist. Scheidet ein Minijobber nach erfüllter Wartezeit (von 6 Monaten) in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus, steht ihm nur 1/12 des Jahresurlaubs für jeden Beschäftigungsmonat in dem ersten Halbjahr zu.

Beispiel: Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung im ersten Halbjahr

Ein Minijobber ist seit Jahren beschäftigt und kündigt zum 31. Mai. Sein Jahresurlaubsanspruch beträgt 12 Tage.

Da er im ersten Halbjahr gekündigt hat, hat er einen Urlaubsanspruch von 5/12, also in diesem Beispiel 5 Tage Urlaubsanspruch.


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Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung in der zweiten Jahreshälfte

Kündigt ein Minijobber hingegen in der zweiten Jahreshälfte, so sieht das Ganze anders aus. In diesem Fall hat der Minijobber nämlich bereits seinen vollen Urlaubsanspruch für das gesamte Kalenderjahr erworben und somit auch Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.

Beispiel: Urlaubsanspruch von Minijobbern bei Kündigung im zweiten Halbjahr

Ein Minijobber ist seit Jahren beschäftigt und kündigt zum 31. Oktober. Sein Jahresurlaubsanspruch beträgt 12 Tage.

Da er im zweiten Halbjahr gekündigt hat, hat er den vollen Urlaubsanspruch von 12 Tagen.

Urlaubsbescheinigung bei Kündigung ausstellen

Damit der Minijobber bei seinem neuen Arbeitgeber nicht noch einmal Urlaubsansprüche gelten macht, sollten Sie ihm eine Urlaubsbescheinigung ausstellen. Diese Urlaubsbescheinigung zeigt an, wie viele Urlaubstage der Mitarbeiter bereits genommen hat.

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Tipp: Ihre Lohnsoftware hält sicher eine solche Urlaubsbescheinigung bereit, schauen Sie hier doch einfach einmal nach.

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