Minijob Krankmeldung ist Pflicht

Krankmeldung von Minijobbern – AU-Bescheinigung nötig?

In den Wintermonaten häufen sich die Fragen zur Krankmeldung von Minijobbern. Hier stellt sich vielfach die Frage, ob auch Minijobber eine Krankmeldung benötigen und ob und ab wann ein ärztliches Attest vorzulegen ist.

Krankmeldung von Minijobbern ist Pflicht

Natürlich müssen sich auch Minijobber krankmelden, wenn sie arbeitsunfähig erkranken. Informiert ein Minijobber den Betrieb nicht über eine krankheitsbedingte Abwesenheit, dann können Sie daraus ein unentschuldigtes Fehlen (inklusive Lohnkürzung) ableiten.

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Auch wenn es eigentlich klar für Minijobber sein sollte, dass sie sich beim Betrieb abmelden, wenn sie arbeitsunfähig erkrankten, gibt es hier oft eine etwas abweichende Auffassung bei dem ein oder anderen Minijobber.

Lesetipp: Lohnkürzung bei fehlender Krankmeldung von Minijobbern

Stellen Sie daher unmissverständlich klar, dass eine Krankmeldung von Minijobbern unverzüglich im Betrieb zu folgen hat. Der Minijobber muss sich vor Arbeitsbeginn beim jeweiligen Vorgesetzten wenigstens telefonisch krankmelden. Schließlich muss der Arbeitsablauf gewährleistet sein und unter Umständen eine Vertretung für den Minijobber organisiert werden.

Die unverzügliche Krankmeldung von Minijobbern ist also Pflicht. Das steht letztlich auch im Entgeltfortzahlungsgesetz (§ 5 Absatz 1 Satz 1 EFZG).

Krankmeldung von Minijobbern und ärztliches Attest

Ob jede Krankmeldung von Minijobbern auch immer ein ärztliches Attest erfordert, ist eine individuelle Regelung in den Arbeitsverträgen. Hier verfahren viele Betriebe wie es die gesetzliche Vorschrift als äußeren Rahmen vorgibt. Nach § 5 Absatz 1 Satz 2 EFZG muss der Beschäftigte (Minijobber) ein ärztliches Attest beim Arbeitgeber vorlegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als drei Kalendertage andauert.

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Ist in den Arbeitsverträgen der Minijobber eine solche Regelung getroffen, dann brauchen die Minijobber kein ärztliches Attest vorlegen, wenn sie bis zu drei Kalendertagen (nicht Arbeitstagen) erkrankt sind. Bei längeren Krankheitszeiträumen von mehr als 3 Kalendertagen ist hingegen ein ärztliches Attest vorzulegen – und zwar unaufgefordert.

Ärztliches Attest ab ersten Krankheitstag bei Krankmeldung von Minijobbern

Abweichend von der gesetzlichen Regelung in § 5 EFZG besteht aber auch die Möglichkeit bereits vorher die Vorlage eines ärztlichen Attests vom Minijobber zu verlangen (§ 5 Absatz 1 Satz 3 EFZG). Das heißt, Sie können den ärztlichen Nachweis der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit auch bereits ab dem ersten Krankheitstag von Ihren Minijobbern verlangen, wenn Sie dies per Arbeitsvertrag (oder auch Nachtrag zum Arbeitsvertrag) oder einer betrieblichen Vereinbarung im Vorfeld bereits geregelt haben.

Praxis-Tipp:  Regeln Sie in Ihrem Betrieb, wie die Krankmeldung zu erfolgen hat und ab wann ein ärztliches Attest gefordert wird. Die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung ab dem ersten Arbeitstag hat sich in der Praxis als gutes Instrument bewiesen.

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