Der neue Mindestlohn für Maler und Lackierer gilt auch für Minijobs

Ab 1.5.2017 gilt ein neuer (höherer) Mindestlohn für Maler und Lackierer. Natürlich gilt dieser neue Mindestlohn auch für Minijobs auch für kurzfristige Aushilfen, wie beispielsweise die Ferienjobber, die Sie in den Ferien beschäftigen. Der neue Mindestlohn ist im Grunde für alle Maler und Lackierer ab 1.5.2017 mindestens zu zahlen.

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Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten

Seit 1.1.2017 hat sich der allgemeine Mindestlohn auf 8,84 € erhöht. Dies hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Höhe Stundenlöhne Ihrer Arbeitnehmer, sondern in einigen Fällen müssen durch die Mindestlohnerhöhung auch die Arbeitszeiten in den Arbeitszeitkonten verringert werden. Nehmen Sie daher Ihre Minijobber mit Arbeitszeitkonten besonders unter die Lupe.

Mindestlohnerhöhung ab 2017 beachten

Aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns 2017 müssen Sie bei Arbeitnehmern, die bislang einen Stundenverdienst von nicht mehr als 8,84 € erzielen, eine Lohnerhöhung auf (mindestens) 8,84 € Stundenlohn ab 1.1.2017 vornehmen.

Bei Minijobbern, die bereits vor 2017 oberhalb des neuen gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 € verdient haben, brauchen Sie aufgrund der Erhöhung des allgemeinen Mindestlohns zum Jahreswechsel natürlich keine Lohnerhöhung vornehmen.

Allerdings können auch andere Gründe (Tariferhöhung, Arbeitsvertragsvereinbarungen, etc.) eine Lohnerhöhung der Arbeitnehmer verursachen. Sollten Sie in einer Branche tätig sein, die einem Branchen-Mindestlohn unterliegt (z.B. Baubranche, Elektrohandwerk, Gebäudereinigung, Landwirtschaft, Pflege), beachten Sie bitte die dortigen (neuen) Branchen-Mindestlöhne und die damit eventuell verbundenen Lohnerhöhungen.

Tipp: Schauen Sie sich die Stundenlöhne Ihrer Minijobber zum Jahresbeginn ganz genau an. Alle Minijobber mit weniger als 8,84 € erhalten ab 2017 eine Lohnerhöhung auf mindestens 8,84 €.

Flexible Arbeitszeitkonten können zur Stolperfalle werden

In vielen Betrieben werden Arbeitszeitkonten geführt. Dabei erhalten die Arbeitnehmer ein festes (verstetigtes) Monatsentgelt und müssen dafür eine bestimmte „Sollarbeitszeit“ im Monat leisten. Vorsicht ist jetzt allerdings bei Arbeitszeitvereinbarungen geboten, bei denen sich die Arbeitnehmer im Bereich des Mindestlohns bewegen. Denn der Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten können durch die Erhöhung ab 1.1.2017 zum Stolperstein in der nächsten Betriebsprüfung werden.

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Ausblick: Auswirkung der Mindestlohnerhöhung auf Minijobs

Ab 1.1.2017 soll  beträgt der gesetzliche Mindestlohn 8,84 € je Stunde betragen. Das bedeutet für Minijobber, die bislang unterhalb des neuen Stundenlohns verdienen eine schöne Lohnerhöhung. Denn ab 2017 müssen alle Minijobber mindestens 8,84 € je Stunde verdienen. Diese Erhöhung gilt natürlich nicht nur für die 450-€-Kräfte, sondern auch für die kurzfristigen Aushilfen, wie beispielsweise Ihre Ferienjobber.

Redaktionelle Anmerkung: Der Mindestlohn ist letztlich für 2017 tatsächlich in Höhe von 8,84 € verabschiedet worden.

Neben dem finanziellen Aspekt ärgern sich viele Betriebe aber auch über die eingeschränkte Flexibilität. Denn mit der Erhöhung des Stundenlohns können sie ihre Minijobber an noch weniger Stunden im Monat einsetzen, wenn Sie die 450-€-Grenze nicht gefährden wollen.

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