Mindestlohn und Minijob: 8,84 € Stundenlohn sind Pflicht

Mindestlohn und Minijob schließen sich nicht aus. Der Mindestlohn beträgt auch im Minijob mindestens 8,84 € je Stunde ab 1.1.2017. Sofern Sie Ihre Minijobber noch nach dem alten Mindestlohn von 8,50 € je Stunde bezahlen, sollten Sie schleunigst eine Anpassung auf den aktuell gültigen Mindestlohn vornehmen. Ansonsten kann dies eine kostspielige Angelegenheit werden.

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Grenze der Lohnsteuerpauschalierung für Kurzfristige rückwirkend ab 1.1.2017 erhöht

Mit dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG II) wird rückwirkend ab 1.1.2017 die Tagesgrenze für die Lohnsteuerpauschalierung bei kurzfristigen Aushilfen auf 72 € angehoben.

Die Anpassung dieser Tagesgrenze, die bislang 68 € täglich betrug, ist aufgrund der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns ab 1.1.2017 auf 8,84 € nötig geworden.

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Lohnabrechnung 2017 für Minijobs

In diesen Tagen erfolgt in den Betrieben die erste Lohnabrechnung für das Jahr 2017. Auf welche Punkte Sie bei der ersten Lohnabrechnung 2017 für Minijobber besonders achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

Neuer Mindestlohn 2017

Einer der wichtigsten Punkte bei der Lohnabrechnung 2017 ist sicher die Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 € je Stunde. Prüfen Sie daher bei Ihren Minijobbern, ob der Mindestlohn 2017 eingehalten wird. Liegen einige Minijobber unterhalb des neuen Mindestlohns, so müssen Sie ab Januar 2017 den neuen Mindestlohn zahlen.


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Sollten Sie eine Arbeitszeitvereinbarung mir Ihren Minijobbern geschlossen haben, achten Sie darauf, dass die Minijobgrenze aufgrund des neuen Mindestlohns nur eingehalten wird, wenn maximal 50 Stunden im Monat gearbeitet wird. Passen Sie unter Umständen Ihre Arbeitszeitkonten an, wenn die 450-€-Grenze eingehalten werden soll. Sofern ein Minijobber ab 2017 die Minijobgrenze mit seinem regelmäßigen Entgelt überschreitet, müssen Sie ihn ab 2017 als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer – in aller Regel in der Gleitzone – abrechnen.

Lohnerhöhungen?

Auch wenn Sie vielleicht nicht von der Mindestlohnerhöhung betroffen sind, kann es natürlich dennoch sein, dass Sie die Entgelte der Minijobber anpassen müssen. Denn vielfach wird der 1.1. eines Jahres als Zeitpunkt für Entgelterhöhungen gewählt. Prüfen Sie deshalb vor der Januarabrechnung, ob auch einer Ihrer Minijobber von einer Lohnerhöhung profitiert.

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Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten

Seit 1.1.2017 hat sich der allgemeine Mindestlohn auf 8,84 € erhöht. Dies hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Höhe Stundenlöhne Ihrer Arbeitnehmer, sondern in einigen Fällen müssen durch die Mindestlohnerhöhung auch die Arbeitszeiten in den Arbeitszeitkonten verringert werden. Nehmen Sie daher Ihre Minijobber mit Arbeitszeitkonten besonders unter die Lupe.

Mindestlohnerhöhung ab 2017 beachten

Aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns 2017 müssen Sie bei Arbeitnehmern, die bislang einen Stundenverdienst von nicht mehr als 8,84 € erzielen, eine Lohnerhöhung auf (mindestens) 8,84 € Stundenlohn ab 1.1.2017 vornehmen.

Bei Minijobbern, die bereits vor 2017 oberhalb des neuen gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 € verdient haben, brauchen Sie aufgrund der Erhöhung des allgemeinen Mindestlohns zum Jahreswechsel natürlich keine Lohnerhöhung vornehmen.

Allerdings können auch andere Gründe (Tariferhöhung, Arbeitsvertragsvereinbarungen, etc.) eine Lohnerhöhung der Arbeitnehmer verursachen. Sollten Sie in einer Branche tätig sein, die einem Branchen-Mindestlohn unterliegt (z.B. Baubranche, Elektrohandwerk, Gebäudereinigung, Landwirtschaft, Pflege), beachten Sie bitte die dortigen (neuen) Branchen-Mindestlöhne und die damit eventuell verbundenen Lohnerhöhungen.

Tipp: Schauen Sie sich die Stundenlöhne Ihrer Minijobber zum Jahresbeginn ganz genau an. Alle Minijobber mit weniger als 8,84 € erhalten ab 2017 eine Lohnerhöhung auf mindestens 8,84 €.

Flexible Arbeitszeitkonten können zur Stolperfalle werden

In vielen Betrieben werden Arbeitszeitkonten geführt. Dabei erhalten die Arbeitnehmer ein festes (verstetigtes) Monatsentgelt und müssen dafür eine bestimmte „Sollarbeitszeit“ im Monat leisten. Vorsicht ist jetzt allerdings bei Arbeitszeitvereinbarungen geboten, bei denen sich die Arbeitnehmer im Bereich des Mindestlohns bewegen. Denn der Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten können durch die Erhöhung ab 1.1.2017 zum Stolperstein in der nächsten Betriebsprüfung werden.

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