Neuer Mindestlohn ab 2017 bei 8,84 € ?

Die Mindestlohnkommission hat ihren ersten Bericht vorgelegt. Danach hat sie insbesondere begründet, ob und in welcher Höhe der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 8,50 € je Stunde angehoben werden soll.

Ab 1.1.2017 soll der gesetzliche Mindestlohn – auch für Ihre Minijobber – auf 8,84 € brutto je Stunde steigen, wenn es nach der Mindestlohn-Kommission geht.

Für die Abrechnungspraxis bedeutet dies für Sie, dass alle Ihre Minijobber und kurzfristigen Aushilfen ab 1.1.2017 mindestens 8,84 € brutto je Stunde verdienen müssen.

Sofern Sie bislang einen geringeren Bruttostundenlohn auszahlen, müssen Sie die Brutto-Stundenlöhne entsprechend erhöhen.

Den Beschluss der Mindestlohn-Kommission finden Sie hier.

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Anmerkung am 9.1.2017:

Der Mindestlohn in Höhe von 8,84 € ist mittlerweile verabschiedet und gilt ab 1.1.2017.

So schützen Sie sich vor Phantomlohn bei Minijobs

Der Phantomlohn ist immer wieder ein Thema bei Betriebsprüfungen durch die Sozialversicherung. Denn anders als im Steuerrecht gilt in der Sozialversicherung das Entstehungsprinzip für die Beitragspflicht. Genau diese Sichtweise sorgt bei den Betrieben regelmäßig für Probleme bei den Betriebsprüfungen. Denn nur durch dieses Entstehungsprinzip kommt es in der Sozialversicherung überhaupt zu dem Problem des Phantomlohns und damit leider auch oft zu empfindlichen Nachzahlungen bei Betriebsprüfungen.

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Darum können Sie Azubis nicht als Minijobber abrechnen

Bald beginnt in vielen Betrieben für die neuen Auszubildenden der Ernst des Lebens. Die neuen Azubis starten dann nämlich die Berufsausbildung. Für die neuen Lehrlinge beginnen dann aufregende Tage, aber auch im Betrieb merkt man in den ersten Tagen mit neuen Azubis eine gewisse Spannung.

Im Lohnbüro werden diese Dinge vielfach natürlich etwas nüchterner betrachtet. Dennoch stellen sich gerade jetzt einige Fragen zur Abrechnung der neuen Azubis.

Immer wieder taucht dabei auch die Frage auf, ob es nicht möglich ist, die Azubis im Rahmen einer geringfügig entlohnten Tätigkeit abzurechnen. Die Antwort ist eindeutig: Nein!

Azubis sind versicherungspflichtig

Auszubildende sind Arbeitnehmer, die im Rahmen einer betrieblichen Berufsausbildung einen Beruf erlernen. Als solche Arbeitnehmer, die in einer beruflichen Ausbildung beschäftigt sind, unterliegen sie in allen Sozialversicherungszweigen der Versicherungspflicht. Diese gesetzliche Sozialversicherungspflicht von Auszubildenden ist sogar in den entsprechenden Sozialgesetzbüchern eigens aufgenommen und ausformuliert (zum Beispiel für die Krankenversicherungspflicht § 5 Absatz 1 Nummer 1 SGB V ).

Azubis als Minijobber abrechnen nicht möglich

Die Abrechnung der Azubis als Minijobber, auch wenn sie nicht mehr als 450 € monatlich verdienen, ist daher gesetzlich ausgeschlossen.

Der Hintergrund dieser Regelung liegt in dem Schutzgedanken, dass sich die Auszubildenden um ihre Absicherung im Rahmen der Sozialversicherung nicht kümmern müssen, sondern durch die Ausbildung abgesichert sind. Es gilt somit, dass Azubis niemals als Minijobber abgerechnet werden dürfen.

Das gilt im Übrigen auch für die Gleitzonenregelung. Ihre Auszubildenden dürfen Sie nicht nach den Gleitzonenregelungen abrechnen, auch wenn die Ausbildungsvergütung im Gleitzonenbereich (450,01 € bis 850 € monatlich) angesiedelt ist.

Azubis bekommen keinen Mindestlohn

Übrigens der Mindestlohn in Höhe von derzeit 8,50 € je Stunde muss bei Auszubildenden nicht eingehalten werden, wenn der Auszubildende noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hat. Denn für Auszubildende gilt ausdrücklich eine Sonderregelung im Mindestlohngesetz. Danach unterliegt die erste Berufsausbildung nicht den Mindestlohnbestimmungen (§ 22 Abs. 4 Mindestlohngesetz). Es muss also für die Azubis kein Mindestlohn gezahlt werden.

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie den Azubis den üblichen Azubislohn zahlen, also die tarifvertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütung. Besteht kein Tarifvertrag, so können Sie sich auch bei den IHKen nach den ortsüblichen Azubivergütungen in Ihrer Branche erkundigen.

 

So versteuern Sie Ihre Minijobs clever im Lohnbüro

Vielfach werden die Minijobber von den Lohnbüros immer mit 2 % pauschalversteuert. Doch tatsächlich ist auch die Versteuerung nach der individuellen Steuerklasse für Ihre Minijobber möglich. Der folgende Beitrag beleuchtet die Versteuerung von 450-€-Kräften genauer. Denn in vielen Fällen kann die individuelle Besteuerung nach den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) eine bessere – weil günstigere – Option sein.

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Kurzfristige Aushilfen in den Ferien abgabenfrei einsetzen

In den Sommermonaten kommen wieder bewerben sich wieder viele Schülern und Studenten in den Betrieben, um als kurzfristige Aushilfen in den Ferien zu arbeiten. Nutzen Sie im Betrieb diese Arbeitskräfte, um die Urlaubszeit zu überbrücken oder auch Auftragsspitzen schnell und kostengünstig abzufangen. Denn richtig eingesetzt, sparen Sie durch kurzfristige Aushilfen in den Ferien die teuren Sozialversicherungsbeiträge. Allerdings sollten Sie bei der Einstellung der kurzfristigen Aushilfen die richtige sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vornehmen, da sonst ein böses und teures Erwachen in einer Betriebsprüfung auf Sie zukommen kann.

Im Lohnbüro stellt sich die Frage, was Sie alles beachten müssen, wenn Sie kurzfristige Aushilfen in den Ferien einsetzen. Eigentlich nicht viel, aber wie so oft steckt auch hier der Teufel natürlich im Detail.

Die kurzfristigen Aushilfsbeschäftigungen gehören zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Sie sind geringfügig aufgrund der Beschäftigungsdauer. Es gilt nämlich, dass die Beschäftigung im Voraus auf maximal drei Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet sein darf. Das ist auch der Unterschied zu den geringfügig entlohnten 450 € Minijobs (geringfügig entlohnte Beschäftigung). Die 450-€-Jobs sind müssen nämlich nicht im Voraus auf eine bestimmte Zeitspanne befristet werden – die 450-€-Jobs sind vielmehr auf Dauer ausgelegte Jobs mit einem geringfügigen Verdienst.

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Arbeitszeitaufzeichnungen sind für Minijobber ein Muss

Die Aufzeichnung der Arbeitszeiten (Arbeitszeitaufzeichnungen) ist bei Minijobbern eine absolute Notwendigkeit. Viele Betriebe vernachlässigen aber genau diese Arbeitszeitaufzeichnungen sträflich bei ihren Minijobbern. Das führt in den durchgeführten Betriebsprüfungen der Sozialversicherungsträger regelmäßig zu Beanstandungen durch die Prüfer.

Solange es dann noch bei einer bloßen Ermahnung und dem Hinweis „es in Zukunft“ besser zu machen bleibt, ist der Betrieb noch mit einem blauen Auge davongekommen. Doch vielfach bleibt es nicht bei der reinen Ermahnung durch den Prüfer, vielmehr drohen unnötige Geldbußen für den Betrieb. Dabei ist es eigentlich ganz einfach seinen Aufzeichnungspflichten nachzukommen. Aber auch hier gilt natürlich gewusst wie.

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Minijob-Zentrale verlängert Zahlung über SEB Bank

Der erste Blogbeitrag soll eigentlich zeigen, das sich der Autor in seinem Bereich richtig gut auskennt. Natürlich soll der Beitrag auch einen gewissen Umfang haben. Ich starte aus aktuellem Anlass aber etwas anders. Nämlich mit einer aktuellen Information der Minijob-Zentrale zu ihren Bankverbindungen.

Eigentlich sollte die Bankverbindung der SEB Bank zum 30.4.2016 abgeschaltet werden. Doch die Minijob-Zentrale hat heute bekanntgegeben, dass die Bankverbindung doch noch weitergenutzt werden kann. Nun soll am 30.6.2016 endgültig Schluss sein.

Das heißt für Sie im Lohnbüro, dass Sie ab 1.7.2016 Ihre Überweisungen an die Minijob-Zentrale nicht mehr an die SEB-Bank senden dürfen (IBAN: DE03360101111828141200).

 


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