Rentner im Minijob

Rentner im Minijob sind unter den gleichen Gesichtspunkten zu behandeln wie Ihre übrigen Minijobber auch. Allerdings gibt es bei Rentnern im Minijob einige Besonderheiten zu beachten, die Sie im Lohnbüro unbedingt kennen müssen.

Rentner im Minijob sind gute Mitarbeiter. In aller Regel verfügen die Rentner über ein immenses Maß an Erfahrung und wissen wie sie Dinge am Laufen halten.

Daneben gibt es aber noch einen weiteren unschätzbaren Vorteil von Rentnern im Minijob: Sie haben oft unendlich viel Zeit und können nahezu alle Dienste zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten übernehmen.

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Berechnungsbeispiel: Minijob und Rentenversicherungspflicht 2017

In der betrieblichen Praxis geht es beim Thema Minijob und Rentenversicherungspflicht oft um die Frage, wie denn die Abrechnung eines solchen rentenversicherungspflichtigen Minijobbers aussieht. Genau das erfahren Sie in diesem Artikel anhand von zwei Berechnungsbeispielen.

Hat sich ein Minijobber nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, dann ist er rentenversicherungspflichtig und zahlt eigene Rentenversicherungsbeiträge. Ein Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht liegt also nicht vor.

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Neue Flexirente bringt Vorteile für Minijobber

Ab 1.1.2017 gilt die neue Flexirente. Diese bringt auch äußerst interessante Neuerungen für Minijobber mit sich. Minijobber haben mit der Flexirente nämlich künftig viele Vorteile. Genauer gesagt die Altersvollrentner unter den Minijobbern.

Bislang gilt, dass Altersvollrentner in einem Minijob rentenversicherungsfrei sind. Das ändert sich nun durch die neue Flexirente ab 2017. Denn dann kommt als weiteres Kriterium für die Rentenversicherungsfreiheit noch hinzu, dass die Regelaltersgrenze auch erreicht sein muss. Für diejenigen Minijobber, die eine Altersvollrente beziehen, aber noch nicht die Regelaltersgrenze erreicht haben, gilt dann, dass sie rentenversicherungspflichtig sind.

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So rechnen Sie 2017 Ihre rentenversicherungspflichtigen Minijobber ab

Mittlerweile steht fest, dass sowohl der Beitragssatz zur Rentenversicherung als auch die Mindestbemessungsgrundlage für Ihre rentenversicherungspflichtigen Minijobber im Jahr 2017 unverändert bleiben.

Damit gelten für Ihre rentenversicherungspflichtigen Minijobber die gleichen Rahmenbedingungen in puncto Arbeitgeberkosten wie bereits im Jahr 2016. Auch die weiteren Arbeitgeberabgaben für Ihre Minijobber bleiben 2017 unverändert. Das bedeutet, Sie zahlen für Minijobber, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, 13 % pauschale Arbeitgeberbeiträge. In der Rentenversicherung gibt es ebenfalls keine Veränderung. Hier zahlen Sie als Arbeitgeber einen pauschalen Beitrag von 15 % vom beitragspflichtigem Entgelt.

Sofern Ihre Minijobber mit 2 % Pauschsteuer abgerechnet werden – das ist das Gros der Minijobber – bleibt es ebenfalls bei diesem Betrag.

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Das können Sie tun, wenn die Minijob-Zentrale dem Befreiungsantrag widerspricht

Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht bei Minijobbern entspricht dem Regelfall. Denn nur wenige Minijobber wollen von ihrem Lohn noch Eigenanteile an die Rentenversicherung zahlen. Der Befreiungsantrag ist schnell gestellt, aber was können Sie im Lohnbüro tun, wenn die Minijob-Zentrale dem Befreiungsantrag widerspricht. Dieser Artikel zeigt Ihnen Lösungsansätze, um die berühmte Kuh vom Eis zu bekommen.

Gründe für Widerspruch des Befreiungsantrags zur Rentenversicherung

Zunächst stellt sich die Frage, in welchen Fällen die Minijob-Zentrale einem Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht überhaupt widersprechen kann.

Hier gibt es folgende mögliche Fallkonstellationen:

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Lohnabrechnung von Altersvollrentnern im Minijob

Fast jeder 8. Minijobber ist über 65 Jahre. Damit nehmen die Rentner einen großen Teil der knapp 6,7 Millionen Minijobber in Deutschland ein. Im Rahmen der Lohnabrechnung kommt es dabei immer wieder zu Fragen, wie die Altersvollrentner im Minijob zu behandeln sind und ob es Besonderheiten zu beachten gilt.

Die Antwort ist ein klares JA. Natürlich gibt es auch hier wieder einige Besonderheiten, die Sie im Lohnbüro kennen sollten. Aber ich kann Sie an dieser Stelle beruhigen, so schlimm wie es sich vielleicht anhört ist es nicht.

Zunächst einmal müssen Sie bei der Einstellung bzw. der Abrechnung der Altersvollrentner im Minijob prüfen, ob es sich überhaupt um einen Minijob handelt. Her gehen Sie (wie bei allen anderen Arbeitnehmern) auch vor.

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Schüler als Minijobber – das ist oft clever

Für Schüler sind Minijobs eine sehr gute Möglichkeit das Taschengeld aufzubessern. Aber auch für die Betriebe sind Schüler oft eine hilfreiche Unterstützung in der Urlaubszeit und eine Chance künftige Arbeitskräfte zu gewinnen. Und manchmal wird aus einer Schüler-Aushilfe der künftige Auszubildende. Wenn es gut läuft, sind Schüler-Minijobber also ein Gewinn für beide Seiten. Im Lohnbüro sollten Sie aber gerade bei Schülern das ein oder andere beachten, um nicht bei einer Betriebsprüfung nachzahlen zu müssen.

Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie den Schüler-Minijobber überhaupt im Betrieb gewinnbringend einsetzen zu können. In aller Regel können Schüler einfache Tätigkeiten problemlos ausüben, die schnell erlernbar sind. Sicher ist am Anfang eines Schüler-Minijobs daher eine gewisse Anlernphase einzuplanen.

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Rentenversicherungspflicht von Minijobbern: Mindestbemessungsgrundlage beachten

Bei rentenversicherungspflichtigen Minijobbern ist bei der Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge eine Mindestbemessungsgrundlage zu beachten. Von dieser Mindestbemessungsgrundlage sind die Rentenversicherungsbeiträge mindestens zu berechnen. Das heißt für Sie im Lohnbüro, dass Sie auf diese besondere Fallkonstellation achten sollten.

Mindestbemessungsgrundlage – was ist das überhaupt?

Die Mindestbemessungsgrundlage für die Beiträge in der Rentenversicherung dient dazu, dass der rentenversicherungspflichtige Minijobber keine „Mini-Rentenansprüche“ erwirbt und die Rentenversicherung dann Bagatellbeträge auszahlen muss.

Zunächst ist aber einmal festzuhalten, dass diese Mindestbemessungsgrundlage nur für rentenversicherungspflichtige Minijobber, also mit dem Beitragsgruppenschlüssel „1“ zur Rentenversicherung zu berücksichtigen ist.

Für Ihre rentenversicherungsfreien Minijobber, also den Großteil der Minijobber, kommt die Mindestbemessungsgrundlage somit nicht zum Tragen.

Daneben gilt, dass die Mindestbemessungsgrundlage nur wirksam wird, wenn das Entgelt im Abrechnungsmonat nicht mehr als 175 € beträgt. Verdient ein rentenversicherungspflichtiger Minijobber oberhalb dieses Betrags, so werden die Rentenversicherungsbeiträge aus dem tatsächlich erzieltem (höherem) Entgelt berechnet.

Die Mindestbemessungsgrundlage müssen Sie also nur beachten, wenn es sich

  • um einen rentenversicherungspflichtigen Minijobber
  • mit einem Entgelt von weniger als 175 € handelt.

Mindestbemessungsgrundlage von 175 €

Liegt der Monatsverdienst unterhalb der Mindestbemessungsgrundlage von 175 €, so sind die Rentenversicherungsbeiträge – unabhängig vom tatsächlichem Verdienst –  stets aus 175 € zu bemessen. Das heißt für einen rentenversicherungspflichtigen Minijobber mit einem Verdienst von weniger als 175 € ist immer ein „Mindest-Rentenversicherungsbeitrag“ von 32,73 € zu zahlen. Das entspricht im Jahr 2016 nämlich dem Rentenversicherungsbeitrag von 18,7 % von 175 €.

Interessant ist hierbei aber die Verteilung der Beitragslast. Während bei rentenversicherungspflichtigen Minijobbern mit einem Verdienst von mehr als 175 € die Tragung der Beiträge zwischen Arbeitgeber und Minijobber stets nach festen Prozentsätzen verteilt ist, trägt der Minijobber eine höhere Beitragslast, wenn die Mindestbemessungsgrundlage angewendet werden muss.

Bei einem Verdienst von mehr als 175 € trägt der Arbeitgeber einen Anteil von 15 % des beitragspflichtigen Entgelts als pauschaler Arbeitgeberanteil und der Minijobber im Jahr 2016 immer 3,7 % als Arbeitnehmer-Rentenversicherungsbeitrag.


Beispiel:

Ein Minijobber verdient 300 €.

Pauschaler Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung von 15 % = 45,00 €

Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung von 3,7 % = 11,10 €


Beitragsberechnung bei Mindestbemessungsgrundlage

Ist hingegen die Mindestbemessungsgrundlage anzuwenden, dann bleibt es für den Arbeitgeber bei einem Beitragssatz von 15 % des tatsächlich erzielten Entgelts. Der Minijobber hingegen trägt 3,7 % Rentenversicherungsbeitrag vom tatsächlich erzieltem Arbeitsentgelt und zusätzlich den vollen Rentenversicherungsbeitrag von 18,7 % von der Differenz zwischen Mindestbemessungsgrundlage (175 €) und dem tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt. Der Minijobber trägt hier also einen verhältnismäßig höheren Anteil am Gesamtbeitrag zur Rentenversicherung.


Beispiel:

Ein Minijobber verdient 100 €.

Pauschaler Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung von 15 % von 100 € = 15,00 €

Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung von 3,7 % von 100 € = 3,70 €

Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung von 18,7 % aus der Differenz Mindestbemessungsgrundlage und tatsächlichem Entgelt, also 75 € = 14,03 €


Haben Sie Fragen zu Anwendung der Mindestbemssungsgrundlage, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar.


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Befreiung von der Rentenversicherungspflicht für Minijobber – wann wird sie wirksam?

Für geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs), die ab dem 1.1.2013 begonnen haben, gilt die Rentenversicherungspflicht für Minijobber. Das bedeutet, dass die Minijobber auch selbst Arbeitnehmerbeiträge für den Minijob zur Rentenversicherung von derzeit 3,7 % zahlen müssen.

Trotz dieser Vorstellung des Gesetzgebers, dass eine grundsätzliche Rentenversicherungspflicht für Minijobber besteht, arbeiten die meisten Minijobber (rund 85 %) aber rentenversicherungsfrei in dem Minijob. Dies ist für die Minijobber auch problemlos möglich, da der Gesetzgeber eine Befreiungsmöglichkeit von dieser Rentenversicherungspflicht zulässt.



Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht und Newsletteranmeldung

Sie erhalten nach Eingabe Ihrer Daten eine Email mit einem aktuellen Befreiungsantrag als Vorlage für die Befreiungen Ihrer Minijobber von der Rentenversicherungspflicht.

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Die Voraussetzung für eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht ist möglich, wenn der Arbeitnehmer (Minijobber) seinem Arbeitgeber einen Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht vorlegt.

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Darum bekommen Minijobber Mindestlohn und Azubis nicht

Ich erhielt kürzlich einen Anruf aus einem Lohnbüro. Es meldete sich eine aufgeregte Stimme, die verzweifelt vor Ihrer Lohnabrechnung saß und nicht wusste was zu tun ist. Es ging eigentlich um eine ganz einfache Sache, die Abrechnung der neuen Azubis und die Abrechnung der Minijobber. Aber hier wurde einiges durcheinander gebracht, so dass am Ende eine verzweifelte Lohnsachbearbeiterin saß, die weder ein noch aus wusste. Bekommen Minijobber Mindestlohn und Azubis nicht?

Das war passiert – neue Azubis sind da

Die Ursache für das ganze Chaos war eigentlich nichts Schlimmes. Die Lohnbearbeiterin, musste in Ihrer Lohnsoftware neue Azubis anlegen. Das ging auch problemlos von der Hand. Dann wandte sie sich ihren Minijobbern zu und kam ins Straucheln.

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