Mindestlohn und Minijob: 8,84 € Stundenlohn sind Pflicht

Mindestlohn und Minijob schließen sich nicht aus. Der Mindestlohn beträgt auch im Minijob mindestens 8,84 € je Stunde ab 1.1.2017. Sofern Sie Ihre Minijobber noch nach dem alten Mindestlohn von 8,50 € je Stunde bezahlen, sollten Sie schleunigst eine Anpassung auf den aktuell gültigen Mindestlohn vornehmen. Ansonsten kann dies eine kostspielige Angelegenheit werden.

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Mindestlohn im Ferienjob

Muss der Mindestlohn im Ferienjob gezahlt werden? Das ist eine Frage aus einem Seminar zum Thema Minijobs, welches ich kürzlich gehalten habe. Ich gab die Frage zurück in den Teilnehmerkreis und erhielt ein gehöriges Maß an Zurückhaltung.

Scheinbar haben sich viele Betriebe mit diesem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt. Das habe ich jedenfalls von den Teilnehmern als Feedback erhalten.

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Minijobber in Pflegebetrieben und Pflege-Mindestlohn

Die Pflegebranche boomt, daher ist es von den Betreibern nur sinnvoll Minijobber in Pflegebetrieben einzusetzen. Doch gilt es gerade in Pflegebetrieben auf einige Besonderheiten zu achten. So gilt ein besonderer Pflege-Mindestlohn und durch die flexiblen Arbeitseinsätze müssen Sie im Lohnbüro auf die 450-€-Grenze ein besonderes Augenmerk legen.

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Achten Sie auf diese Punkte bei Schülerjobs

Stellen Sie in den Ferien oder in den Nachmittags- und Abendstunden Schülerjobs zur Verfügung, sollten Sie auf einige Punkte besonders Acht geben. Denn die Betriebsprüfer schauen bei den Schülerjobs gern etwas genauer hin. So hat schon mancher Betrieb ein teures Wunder bei einer Betriebsprüfung erlebt, weil er Schülerjobs angeboten hat.

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Der neue Mindestlohn für Maler und Lackierer gilt auch für Minijobs

Ab 1.5.2017 gilt ein neuer (höherer) Mindestlohn für Maler und Lackierer. Natürlich gilt dieser neue Mindestlohn auch für Minijobs auch für kurzfristige Aushilfen, wie beispielsweise die Ferienjobber, die Sie in den Ferien beschäftigen. Der neue Mindestlohn ist im Grunde für alle Maler und Lackierer ab 1.5.2017 mindestens zu zahlen.

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Multi-Minijobber – jetzt die 450-€-Grenze prüfen

Bei Ihren Minijobbern, die mehrere Minijobs parallel ausüben, müssen Sie stets darauf achten, dass sie mit dem Gesamtentgelt nicht über die 450-€-Grenze kommen. Prüfen Sie unbedingt jetzt die Höhe des Gesamtentgelts Ihrer Multi-Minijobber. Denn durch die Anhebung des Mindestlohns kann es zum Überschreiten der 450-€-Minijobgrenze kommen.

Mehrere Minijobs sind zu addieren

Beschäftigen Sie Minijobber, die mehrere Minijobs nebeneinander ausüben (Multi-Minijobber), so gilt, dass die Entgelte aus den einzelnen Minijobs zusammenzuzählen sind. Das Gesamtentgelt aus den einzelnen Minijobs darf dabei nicht die 450-€-Minijobgrenze überschreiten.

Beispiel:

Ein Minijobber übt zwei Beschäftigungen aus.

Arbeitgeber A: 250 €

Arbeitgeber B: 170 €

Gesamtentgelt = 420 €

Da der Minijobber mit dem Gesamtentgelt die 450-€-Minijobgrenze nicht überschreitet, übt er in beiden Beschäftigungen einen Minijob aus.

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Achtung Mindestlohn: Lohnabrechnung für Silvester und Neujahr

Eine Frage zur Lohnabrechnung an Silvester: „Gilt der Mindestlohn eigentlich auch schon für eine Silvesterfeier?“ Diese Frage wurde mir im Rahmen eines Seminars zum Jahreswechsel gestellt. Und ich geriet zunächst etwas ins Stolpern. Reflexartig kam (fast) die Antwort: Natürlich nicht, es ist ja schließlich noch nicht der neue Mindestlohn 2017 in Kraft. Silvester ist ja schließlich am 31.12. gewesen und somit galt zu diesem Zeitpunkt noch der „alte“ Mindestlohn von 8,50 €. Doch ganz so einfach ist es nicht. Daher sollten Sie sich diesen unbedingt Beitrag ansehen, wenn Sie Arbeitnehmer abrechnen, die über den Jahreswechsel gearbeitet haben. Denn bei der Mindestlohnvergütung kann hier einiges schief gehen.

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Lohnabrechnung 2017 für Minijobs

In diesen Tagen erfolgt in den Betrieben die erste Lohnabrechnung für das Jahr 2017. Auf welche Punkte Sie bei der ersten Lohnabrechnung 2017 für Minijobber besonders achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

Neuer Mindestlohn 2017

Einer der wichtigsten Punkte bei der Lohnabrechnung 2017 ist sicher die Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 € je Stunde. Prüfen Sie daher bei Ihren Minijobbern, ob der Mindestlohn 2017 eingehalten wird. Liegen einige Minijobber unterhalb des neuen Mindestlohns, so müssen Sie ab Januar 2017 den neuen Mindestlohn zahlen.


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Sollten Sie eine Arbeitszeitvereinbarung mir Ihren Minijobbern geschlossen haben, achten Sie darauf, dass die Minijobgrenze aufgrund des neuen Mindestlohns nur eingehalten wird, wenn maximal 50 Stunden im Monat gearbeitet wird. Passen Sie unter Umständen Ihre Arbeitszeitkonten an, wenn die 450-€-Grenze eingehalten werden soll. Sofern ein Minijobber ab 2017 die Minijobgrenze mit seinem regelmäßigen Entgelt überschreitet, müssen Sie ihn ab 2017 als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer – in aller Regel in der Gleitzone – abrechnen.

Lohnerhöhungen?

Auch wenn Sie vielleicht nicht von der Mindestlohnerhöhung betroffen sind, kann es natürlich dennoch sein, dass Sie die Entgelte der Minijobber anpassen müssen. Denn vielfach wird der 1.1. eines Jahres als Zeitpunkt für Entgelterhöhungen gewählt. Prüfen Sie deshalb vor der Januarabrechnung, ob auch einer Ihrer Minijobber von einer Lohnerhöhung profitiert.

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Mindestlohnerhöhung führt zum Überschreiten der Minijobgrenze

Zum Jahreswechsel wird die Angst vieler Minijobber Realität. Durch den gestiegenen Mindestlohn überschreiten die Minijobber die 450-€-Grenze und werden voll versicherungspflichtig. Doch was bedeutet das Überschreiten der Minijobgrenze überhaupt?

Das Überschreiten der Minijobgrenze hat einen versicherungsrechtlichen Vorteil für die Arbeitnehmer. Denn durch das Überschreiten der Minijobgrenze tritt volle Versicherungspflicht in der Sozialversicherung ein. Das bedeutet, die Arbeitnehmer sind durch die Beschäftigung kranken-, renten-, arbeitslosen- und pflegeversichert. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Minijobber sich nicht mehr kostenfrei über ihre Eltern in der Familienversicherung krankenversichern können.

Die Versicherungspflicht hat aber einen Preis. Der Arbeitnehmer muss ca. 20 % Sozialversicherungsbeiträge selbst zahlen. Allerdings sind bei einem leichten Überschreiten der Minijobgrenze die Bruttoentgelte oft noch im Gleitzonenbereich und somit sind die Sozialabgaben nicht ganz so hoch.

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Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten

Seit 1.1.2017 hat sich der allgemeine Mindestlohn auf 8,84 € erhöht. Dies hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Höhe Stundenlöhne Ihrer Arbeitnehmer, sondern in einigen Fällen müssen durch die Mindestlohnerhöhung auch die Arbeitszeiten in den Arbeitszeitkonten verringert werden. Nehmen Sie daher Ihre Minijobber mit Arbeitszeitkonten besonders unter die Lupe.

Mindestlohnerhöhung ab 2017 beachten

Aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns 2017 müssen Sie bei Arbeitnehmern, die bislang einen Stundenverdienst von nicht mehr als 8,84 € erzielen, eine Lohnerhöhung auf (mindestens) 8,84 € Stundenlohn ab 1.1.2017 vornehmen.

Bei Minijobbern, die bereits vor 2017 oberhalb des neuen gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 € verdient haben, brauchen Sie aufgrund der Erhöhung des allgemeinen Mindestlohns zum Jahreswechsel natürlich keine Lohnerhöhung vornehmen.

Allerdings können auch andere Gründe (Tariferhöhung, Arbeitsvertragsvereinbarungen, etc.) eine Lohnerhöhung der Arbeitnehmer verursachen. Sollten Sie in einer Branche tätig sein, die einem Branchen-Mindestlohn unterliegt (z.B. Baubranche, Elektrohandwerk, Gebäudereinigung, Landwirtschaft, Pflege), beachten Sie bitte die dortigen (neuen) Branchen-Mindestlöhne und die damit eventuell verbundenen Lohnerhöhungen.

Tipp: Schauen Sie sich die Stundenlöhne Ihrer Minijobber zum Jahresbeginn ganz genau an. Alle Minijobber mit weniger als 8,84 € erhalten ab 2017 eine Lohnerhöhung auf mindestens 8,84 €.

Flexible Arbeitszeitkonten können zur Stolperfalle werden

In vielen Betrieben werden Arbeitszeitkonten geführt. Dabei erhalten die Arbeitnehmer ein festes (verstetigtes) Monatsentgelt und müssen dafür eine bestimmte „Sollarbeitszeit“ im Monat leisten. Vorsicht ist jetzt allerdings bei Arbeitszeitvereinbarungen geboten, bei denen sich die Arbeitnehmer im Bereich des Mindestlohns bewegen. Denn der Mindestlohn 2017 und Arbeitszeitkonten können durch die Erhöhung ab 1.1.2017 zum Stolperstein in der nächsten Betriebsprüfung werden.

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