Achtung: Neue Regelungen bei Studentenjobs 2017

Schon bereits Ende 2016 haben die Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger neue Regelungen bei Studentenjobs 2017 (still und heimlich) beschlossen. Hier geht es in einem neuen Rundschreiben insbesondere darum, dass unbefristete Studentenjobs mit mehr als 20 Stunden je Woche ab 2017 quasi nicht mehr sozialversicherungsfrei sind.

Die Sozialversicherungsträger haben mit dem neuen Rundschreiben vom 23.11.2016 vereinbart, dass unbefristete Studentenbeschäftigungen mit mehr als 20 Stunden die Woche zukünftig voll sozialversicherungspflichtig sind. Für diese Jobs ist das Werkstudentenprivilegs de facto abgeschafft.

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Krankenversicherungsschutz durch die Gleitzone

Ein Minijob ist versicherungsfrei, doch einige Arbeitnehmer benötigen einen vollwertigen Krankenversicherungsschutz. Durch den Minijob kommt es aber zu keiner eigenen Krankenversicherung. Die Lösung kann der Krankenversicherungsschutz durch die Gleitzone sein.

Gleitzone – was ist das

Bei der Gleitzone handelt es sich um den Entgeltbereich zwischen 450,0 € und 850 € im Monat. Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Entgelt in diesem Gleitzonenbereich sind, gelten nicht mehr als Minijobber, sondern sind voll versicherungspflichtig. Das bedeutet auch, dass sie dem vollen Krankenversicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen.

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Berechnungsbeispiel privat krankenversicherter Minijobber

In diesem Artikel möchte ich Ihnen die Besonderheiten in einem Berechnungsbeispiel privat krankenversicherter Minijobber aufzeigen. Aus Arbeitgebersicht ist ein privat krankenversicherter Minijobber ein echter Gewinn. Denn hier spart der Arbeitgeber 13 % der Sozialversicherungsbeiträge.

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Berechnungsbeispiel: Minijob und Rentenversicherungspflicht 2017

In der betrieblichen Praxis geht es beim Thema Minijob und Rentenversicherungspflicht oft um die Frage, wie denn die Abrechnung eines solchen rentenversicherungspflichtigen Minijobbers aussieht. Genau das erfahren Sie in diesem Artikel anhand von zwei Berechnungsbeispielen.

Hat sich ein Minijobber nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, dann ist er rentenversicherungspflichtig und zahlt eigene Rentenversicherungsbeiträge. Ein Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht liegt also nicht vor.

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Kurzfristige Aushilfen nicht regelmäßig beschäftigen

Sie dürfen kurzfristige Aushilfen nicht regelmäßig beschäftigen. Stuft der Betriebsprüfer Ihre kurzfristigen Aushilfen nämlich als regelmäßig Beschäftigte ein, drohen empfindliche Nachzahlungen.

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Steuerfreie Wochenendzuschläge sind nur teilweise möglich

Zahlen Sie für die Arbeiten ihrer Minijobber am Wochenende steuerfreie Wochenendzuschläge, so ist Vorsicht geboten. Zwar besteht die Möglichkeit, dass Zuschläge an bestimmten Zeiten steuerfrei sind, doch generell steuerfreie Wochenendzuschläge gibt es (leider) nicht, um das Nettoentgelt der Minijobber zu erhöhen.

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Feiertagszuschläge für Minijobber berechnen

Ob und in welcher Höhe Feiertagszuschläge für Minijobber zu zahlen sind, werde ich immer wieder gefragt. Daher soll es in diesem Blogeintrag um das Thema Feiertagszuschläge für Minijobbern gehen. Wie werden die Feiertagszuschläge berechnet und worauf müssen Sie in der Lohnabrechnung achten.

Müssen Feiertagszuschläge für Minijobber überhaupt sein?

Die Antwort ist ein klares JEIN. Wie so oft sind in der Lohnabrechnung mehrere Aspekte zu beachten. Zunächst ist daher beim Thema Feiertagszuschläge für Minijobber zu klären, ob im Betrieb andere Arbeitnehmer einen solchen Feiertagszuschlag erhalten. Sie müssen nämlich bei der Vergütung Ihrer Arbeitnehmer grundsätzlich auf Gleichbehandlung achten. So dürfen Sie beispielsweise Teilzeitbeschäftigte nicht von bestimmten Zahlungen, wie einen Feiertagszuschlag, ausnehmen, weil es sich nur um Minijobber oder andere Teilzeitkräfte handelt.

Zahlen Sie generell keine Feiertagszuschläge, zahlen Sie natürlich auch keine Feiertagszuschläge für Minijobber.

Sobald Sie jedoch für Ihre Vollzeitarbeitnehmer Zuschläge an den Feiertagen zahlen, sollten Sie diese Feiertagszuschläge auch für Ihre Minijobber vergüten.

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Lohnabrechnung 2017 für Minijobs

In diesen Tagen erfolgt in den Betrieben die erste Lohnabrechnung für das Jahr 2017. Auf welche Punkte Sie bei der ersten Lohnabrechnung 2017 für Minijobber besonders achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

Neuer Mindestlohn 2017

Einer der wichtigsten Punkte bei der Lohnabrechnung 2017 ist sicher die Erhöhung des Mindestlohns auf 8,84 € je Stunde. Prüfen Sie daher bei Ihren Minijobbern, ob der Mindestlohn 2017 eingehalten wird. Liegen einige Minijobber unterhalb des neuen Mindestlohns, so müssen Sie ab Januar 2017 den neuen Mindestlohn zahlen.


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Sollten Sie eine Arbeitszeitvereinbarung mir Ihren Minijobbern geschlossen haben, achten Sie darauf, dass die Minijobgrenze aufgrund des neuen Mindestlohns nur eingehalten wird, wenn maximal 50 Stunden im Monat gearbeitet wird. Passen Sie unter Umständen Ihre Arbeitszeitkonten an, wenn die 450-€-Grenze eingehalten werden soll. Sofern ein Minijobber ab 2017 die Minijobgrenze mit seinem regelmäßigen Entgelt überschreitet, müssen Sie ihn ab 2017 als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer – in aller Regel in der Gleitzone – abrechnen.

Lohnerhöhungen?

Auch wenn Sie vielleicht nicht von der Mindestlohnerhöhung betroffen sind, kann es natürlich dennoch sein, dass Sie die Entgelte der Minijobber anpassen müssen. Denn vielfach wird der 1.1. eines Jahres als Zeitpunkt für Entgelterhöhungen gewählt. Prüfen Sie deshalb vor der Januarabrechnung, ob auch einer Ihrer Minijobber von einer Lohnerhöhung profitiert.

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Darum brauchen Sie eine Bescheinigung der Krankenkasse für Ihre Minijobber

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Email. Hier fragte mich ein Leser, ob denn für Minijobber auch eine Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse nötig sei. Schließlich hat ein Minijobber über den Minijob ja keinen Krankenversicherungsschutz und es können dem Betrieb demnach egal sein, ob der Minijobber krankenversichert ist.

Versicherungsbescheinigung muss sein

Es stimmt. Minijobber haben durch die Ausübung eines Minijobs keinen Krankenversicherungsschutz, obwohl der Arbeitgeber monatlich die pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 13 % an die Minijob-Zentrale zahlen muss.

Dennoch benötigen Sie eine Mitgliedsbescheinigung bzw. einen Versicherungsnachweis der Krankenkasse bzw. der Krankenversicherung des Minijobbers. Denn die pauschalen Krankenversicherungsbeiträge sind immer dann vom Arbeitgeber zu zahlen, wenn der Minijobber in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist. Hierfür genügt es, wenn der Minijobber im Rahmen einer Familienversicherung über die Eltern oder den Ehepartner versichert ist. Eine eigene Mitgliedschaft (inklusive eigenen Beitragszahlungen) ist hier nicht nötig.

Keine Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Kann Ihr Minijobber Ihnen jedoch keine Bescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse vorlegen, weil er beispielsweise privat krankenversichert ist (zum Beispiel über Eltern oder Ehegatte), so entfällt die Voraussetzung für die Zahlung der pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung für diesen Minijobber.

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Das heißt im Klartext: Beschäftigen Sie einen privat krankenversicherten Minijobber, so müssen Sie als Arbeitgeber auch keine pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung an die Minijob-Zentrale zahlen. Das heißt also: Ein privat krankenversicherter Minijobber ist der billigere Minijobber, da keine pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung zu zahlen sind.


Beispiel:

Ein Minijobber verdient 450 €

Pauschale Beiträge

Krankenversicherung: 450 € x 13 % = 58,50 €

Rentenversicherung: 450 € x 15 % = 67,50 €

Beschäftigen Sie einen privat krankenversicherten Arbeitnehmer, so sparen Sie die pauschalen Krankenversicherungsbeiträge.


Keine GKV-Versicherung muss belegt werden

Kommen Sie nun aber bitte nicht auf die Idee, Ihre Minijobber als Privatversicherte zu betrachten. Vielmehr sollten Sie in einer Betriebsprüfung nachweisen können, dass kein GKV-Versicherungsschutz vorliegt. Dies funktioniert am einfachsten, wenn Sie für den Minijobber eine Bescheinigung der PKV-Versicherung vorlegen können. Fordern Sie deshalb von Ihren Minijobbern eine entsprechende PKV Bescheinigung an.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen auch die Checkliste (Fragebogen) für Minijobber ans Herz legen. Hier wird nämlich genau diese Frage an den Minijobber gestellt (Seite 2 oben). Kreuzt der Minijobber hier „privat versichert“ an und legt Ihnen eine entsprechende Versicherungsbescheinigung der PKV vor, können Sie entspannt auf die pauschalen Krankenversicherungsbeiträge verzichten.

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