Achtung: Neue Regelungen bei Studentenjobs 2017

Schon bereits Ende 2016 haben die Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger neue Regelungen bei Studentenjobs 2017 (still und heimlich) beschlossen. Hier geht es in einem neuen Rundschreiben insbesondere darum, dass unbefristete Studentenjobs mit mehr als 20 Stunden je Woche ab 2017 quasi nicht mehr sozialversicherungsfrei sind.

Die Sozialversicherungsträger haben mit dem neuen Rundschreiben vom 23.11.2016 vereinbart, dass unbefristete Studentenbeschäftigungen mit mehr als 20 Stunden die Woche zukünftig voll sozialversicherungspflichtig sind. Für diese Jobs ist das Werkstudentenprivilegs de facto abgeschafft.

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Kurzfristige Ferienjobber: 3 Monate oder 70 Arbeitstage?

Bei der Einstellung von kurzfristigen Ferienjobbern, stellt sich in vielen Betrieben die Frage, ob diese 3 Monate oder 70 Arbeitstage beschäftigt werden können. Die Antwort ist wie so oft (fast) ganz einfach, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Kurzfristige Ferienjobber können Sie für maximal 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage im Kalenderjahr beschäftigen, ohne dass Sie dafür Sozialversicherungsbeiträge entrichten müssen. Diese Grenzwerte gelten noch für das Jahr 2017 und 2018. Ab 2019 sollen dann wieder die (bis 2014 geltenden) alten Grenzen von 2 Monaten bzw. 50 Arbeitstagen gelten.

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Rentner im Minijob

Rentner im Minijob sind unter den gleichen Gesichtspunkten zu behandeln wie Ihre übrigen Minijobber auch. Allerdings gibt es bei Rentnern im Minijob einige Besonderheiten zu beachten, die Sie im Lohnbüro unbedingt kennen müssen.

Rentner im Minijob sind gute Mitarbeiter. In aller Regel verfügen die Rentner über ein immenses Maß an Erfahrung und wissen wie sie Dinge am Laufen halten.

Daneben gibt es aber noch einen weiteren unschätzbaren Vorteil von Rentnern im Minijob: Sie haben oft unendlich viel Zeit und können nahezu alle Dienste zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten übernehmen.

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Haben Sie den Befreiungsantrag zur Rentenversicherung?

„Kann ich bitte den Befreiungsantrag zur Rentenversicherung für den Minijobber sehen?“ So oder ähnlich startet oftmals die Betriebsprüfung, wenn es um Minijobber geht. Die Betriebsprüfer erreichen oft schon mit dieser einen Frage, dass in vielen Lohnbüros angespannte Stimmung herrscht. Doch das muss nicht sein, wenn Sie im Vorfeld schon für klare Verhältnisse sorgen.

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Elektronischen Lohnnachweis für das Jahr 2016 versenden

Für das Jahr 2016 müssen Sie im Lohnbüro den elektronischen Lohnnachweis zur Unfallversicherung in Papierform bereits abgegeben haben. Zusätzlich sind Sie für das Kalenderjahr 2016 und übrigens auch für 2017 gesetzlich verpflichtet, dass Sie die Inhalte des Lohnnachweises auch in elektronischer Form aus Ihrem Lohnprogramm versenden.

Wie die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) unlängst mitteilte, sind dieser gesetzlichen Verpflichtung erst knapp die Hälfte aller Betriebe nachgekommen. Daher bittet die Unfallversicherung nochmals darum, die Lohnnachweise in elektronischer Form für das Kalenderjahr 2016 jetzt zu versenden. Die Unfallversicherung hat dafür einen Wunschtermin gesetzt, sie möchte die elektronischen Lohnnachweise 2016 gern bis 30. Juni 2017 erhalten.
Interessant, wenn man bedenkt, dass eigentlich am 16.2.2017 Einsendeschluss gewesen ist.

Wir alle dürfen gespannt sein, wie das Verfahren weitergeht. Bereits zum Beginn des elektronischen Lohnnachweisverfahrens haben viele Softwarehersteller und andere Experten nur den Kopf geschüttelt und über dieses komplizierte Abrufverfahren, um den elektronischen Lohnnachweis aus der Lohnsoftware zu erstellen, den Kopf geschüttelt.

Bevor der elektronische Lohnnachweis nämlich versendet werden kann, muss der Betrieb die UV – Stammdaten ebenfalls elektronisch abholen. Hierfür muss die Lohnsoftware die entsprechenden Stammdaten von den Servern der DGUV anfordern und kann diese dann nach einiger Zeit dort abholen. Aus diesen Stammdaten setzt sich dann der Lohnnachweis des Betriebes zusammen.

Kritiker haben von Anfang an bemängelt, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Doch die Unfallversicherung hält an dem Verfahren fest. Das in der Praxis noch weitere Fehlerquellen und Gefahren beim Datenabruf und elektronischen Datenversand lauern, liegt in der Natur der Sache. Neben den kleineren technischen Problemen liegt der Hauptgrund des bislang schlechten Ergebnisses sicherlich in dem komplizierten Verfahren an sich.

Versenden Sie den Lohnnachweis elektronisch

Im Lohnbüro müssen Sie aber dennoch Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen. Das bedeutet, auch für das Jahr 2016 den elektronischen Lohnnachweis zu erstatten. Sollte dies aus technischen Gründen nicht gehen, weil zum Beispiel ihre Lohnsoftware dieses Feature noch nicht zur Verfügung stellt, dann schreiben Sie dies Ihrer Berufsgenossenschaft. Das gilt auch, wenn Sie keine Stammdaten von der Unfallversicherung erhalten oder Ihnen keine aktuelle Mitgliedsnummer mitgeteilt worden ist. Denken Sie unbedingt daran, dass Sie eine schriftliche Bestätigung der Berufsgenossenschaft erhalten. Ein Telefonanruf reicht hier in aller Regel nicht, wenn Sie im Nachgang einen Nachweis haben wollen.

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Elektronischer Lohnnachweis schon am Ende?

Auch sollten Sie sich im Lohnbüro nicht davon beeinflussen lassen, dass die ersten sich bereits auf das elektronische Lohnnachweisverfahren eingeschossen haben und die komplette Abschaffung fordern. Hier ist sicherlich vieles richtig, da durch die Einbindung der Unfallversicherungsdaten in das DEÜV-Meldeverfahren in der Vergangenheit einiges schief gelaufen ist. Von daher ist die Kritik an der Unfallversicherung vielfach nachvollziehbar und auch richtig. Es hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt dass durch die Einbindung der Unfallversicherungsdaten massenhaft Sozialversicherungsmeldungen fehlerhaft waren und Betriebe in aufwändigen Korrekturen die Melde- Sachverhalte nochmals melden mussten. Bislang hat die Anbindung der Unfallversicherung in das DEÜV-Meldeverfahren vielen Betrieben nur zusätzliche Arbeit und viel Ärger beschert.

Doch im Moment dürfen Sie sich von diesen Punkten nicht leiten lassen. Holen Sie bitte unmittelbar den Versand des elektronischen Lohnnachweis für das Kalenderjahr 2016 nach, damit sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen.

Tipp: Sofern Sie den Lohnnachweis für das Jahr 2016 nicht abgegeben haben, holen Sie dies unmittelbar nach.

 

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Achten Sie auf diese Punkte bei Schülerjobs

Stellen Sie in den Ferien oder in den Nachmittags- und Abendstunden Schülerjobs zur Verfügung, sollten Sie auf einige Punkte besonders Acht geben. Denn die Betriebsprüfer schauen bei den Schülerjobs gern etwas genauer hin. So hat schon mancher Betrieb ein teures Wunder bei einer Betriebsprüfung erlebt, weil er Schülerjobs angeboten hat.

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