Gültigkeit des Befreiungsantrags von der Rentenversicherungspflicht

Der Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht bei Minijobbern ist (fast) ewig gültig. Das gilt jedenfalls, wenn es sich um eine durchgängige Beschäftigung handelt. Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn die Beschäftigung unterbrochen wird oder es zu mehreren kurz aufeinanderfolgenden Beschäftigungsverhältnissen kommt. Ist der Befreiungsantrag auch dann noch gültig?

Befreiungsantrag von der Rentenversicherungspflicht ist fast Pflichtveranstaltung

Nach aktuellen Zahlen lassen sich rund 90 % der neuen Minijobber in ihrem Minijob von der Rentenversicherungspflicht befreien. Das liegt daran, dass die Minijobber den Minijob brutto für netto ausüben und keine „zusätzlichen“ Eigenanteile zahlen wollen.

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Meldungen beim Wechsel von Minijob in die Gleitzone

Überschreitet ein Minijobber die Minijobgrenze, endet das versicherungsfreie geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnis und es kommt zu einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Dieses liegt oftmals im Gleitzonenbereich. Neben den neuen beitragsrechtlichen Besonderheiten, sind aber auch die Umstellungen in der Lohnsoftware und die Meldungen beim Wechsel von Minijob in die Gleitzone  zu beachten.

Versicherungspflicht in allen Sozialversicherungszweigen

Durch das Überschreiten der 450-€-Grenze kommt es zur Versicherungspflicht des Arbeitnehmers in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Das bedeutet für den Arbeitgeber unter Umständen sogar eine (geringe) Einsparung bei den Sozialversicherungsbeiträgen. Denn es sind nun nicht mehr rund 30 % an Lohnnebenkosten (für den Minijobber) zu zahlen, sondern nur noch rund 20 %.

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Minijob während der Elternzeit ist möglich

Einen Minijob während der Elternzeit? Geht das überhaupt? Diese Frage stellen sich viele Eltern, die während sich der Elternzeit nicht nur um das Kind kümmern, sondern auch noch etwas dazu verdienen wollen oder müssen. Und was bedeutet dies für Sie im Lohnbüro, wenn ein neuer Arbeitnehmer Ihnen mitteilt, dass er oder sie sich in Elternzeit befinden?

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Gibt es eine anteilige Minijobgrenze?

Tritt ein Minijobber im laufenden Monat neu in einen Minijob ein, dann stellt sich die Frage, ob für den ersten (anteiligen) Kalendermonat die Minijobgrenze im Lohnbüro gekürzt werden muss.

Die Antwort ist wie so oft ein ja, aber…

Ob Sie bei einem Beschäftigungsbeginn – oder natürlich auch einem Beschäftigungsende – eines Minijobbers eine anteilige Minijobgrenze berechnen müssen, hängt davon ab, wie lange der Minijobber beschäftigt sein soll bzw. beschäftigt war, wenn es sich um einen Ein- oder Austritt im laufenden Monat handelt.

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So berechnen Sie die Schutzfristen bei Mutterschaft und Minijobs

Ist eine Minijobberin schwanger, so müssen Sie die Schutzfristen bei Mutterschaft kennen. Es gilt: Schwangere Arbeitnehmerinnen sollen während der 6 Wochen vor der Entbindung und dürfen bis zum Ablauf der 8. Woche nach der Entbindung nicht beschäftigt werden. Das gilt natürlich auch für Ihre Minijobberinnen. Doch wie erfahren Sie im Lohnbüro, wann diese Schutzfristen beginnen bzw. enden und wie berechnen Sie diese Fristen?

So erfahren Sie vom voraussichtlichen Entbindungstag

Idealerweise teilt Ihnen ihre Arbeitnehmerin mit, wann der voraussichtliche Entbindungstag ist. Die schwangere Minijobberin erhält über den voraussichtlichen Entbindungstermin ein ärztliches Attest. Dieses sollte sie Ihnen rechtzeitig vorliegen. Dieses Attest wird regelmäßig sieben Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstag vom behandelnden Arzt ausgestellt. Anhand des voraussichtlichen Entbindungstages können Sie dann im Lohnbüro den Schutzfristbeginn vor der Entbindung festlegen. Die Schutzfrist vor der Entbindung beträgt sechs Wochen (42 Kalendertage) der Entbindungstag zählt hierbei nicht mit.

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Elektronischer Lohnnachweis muss auch Ihre Minijobber enthalten

Für 2016 muss erstmalig ein elektronischer Lohnnachweis zur Unfallversicherung versendet werden. In diesem neuen elektronischen Lohnnachweis an die Unfallversicherung sind auch die Entgelte und Arbeitsstunden Ihrer Minijobber und kurzfristigen Aushilfen zu melden.

Elektronischer Lohnnachweis noch kein Ersatz für Papier-Lohnnachweis

Nachdem seit mehreren Jahren erfolglos versucht wurde einen elektronischen Lohnnachweis zu konzipieren, der auch tatsächlich von der Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) verarbeitet werden kann, ist seit 1.1.2017 ein neues elektronisches Lohnnachweisverfahren in Kraft.

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Lohnsteueranmeldung für Minijobs

Kürzlich wurde mir auf einem Seminar die Frage gestellt, ob bei der Lohnsteueranmeldung für Minijobs etwas zu beachten ist. Ich antwortete mit „nein, die Steuern der steuerpflichtigen Minijobber werden mit der Lohnsteueranmeldung gemeldet“. Die Antwort kam prompt: „Die Steuern sind auf der Lohnsteueranmeldung für Minijobs aber nicht enthalten.“

Jetzt erst begriff ich, worauf die Frage zur Lohnsteueranmeldung für Minijobs konkret abzielte. Es ging in dem Fall nämlich um die 2-prozentige Pauschsteuer der Minijobber. Diese finden sich nämlich nicht auf der Lohnsteueranmeldung des Betriebs. Vielmehr werden die Pauschsteuern der Minijobber zusammen mit dem Beitragsnachweis an die Minijob-Zentrale übermittelt.

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Mehrfachbeschäftigte und Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

Viele Minijobber arbeiten gleich in mehreren Minijobs. Auch bei diesen Multi-Minijobbern kommt es natürlich vor, dass eine Mitarbeiterin schwanger wird. Wie berechnen Sie jetzt aber für Mehrfachbeschäftigte den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld, wenn eine Arbeitnehmerin neben dem Minijob bei Ihnen noch weitere hat?

Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Minijobberin natürlich in allen Beschäftigungen Mutterschutz genießt. Im Grunde zahlen auch alle Arbeitgeber einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld. Allerdings ist die Berechnung dieses Arbeitgeberzuschusses bei mehreren Arbeitgebern etwas komplizierter. Denn sie müssen Ihren Arbeitgeberzuschuss auf Grundlage der anderen Netto-Entgelte berechnen.

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Auch Minijobberinnen bekommen Mutterschaftsgeld

Während der Mutterschutzfristen vor und nach der Entbindung erhalten Arbeitnehmerinnen Mutterschaftsgeld. Schwangere Mitarbeiterinnen sollen während der letzten 6 Wochen vor der Entbindung und dürfen bis zum Ablauf der 8. Woche nach der Entbindung (Schutzfristen) nicht von Ihnen beschäftigt werden.

Das gilt natürlich auch für Arbeitnehmerinnen, die bei Ihnen einen Minijob ausüben. Der Lohnausfall während dieser Zeit wird (teilweise) durch das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse und einem Mutterschaftsgeldzuschuss des Arbeitgebers ausgeglichen.

Kein Arbeitslohn während der Mutterschutzfristen

Als Arbeitgeber zahlen Sie während der Mutterschutzfristen (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung) kein Arbeitsentgelt. Die Arbeitnehmerinnen erbringen in dieser Zeit schließlich auch keine Arbeitsleistung. Allerdings sind Sie als Betrieb gehalten einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld zu zahlen. Das gilt grundsätzlich auch für Ihre Minijobberinnen.

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Gleitzonenformel 2017 für mehrfachbeschäftigte Minijobber

Die Gleitzonenformel für Mehrfachbeschäftigte ist für viele Lohnabrechner ein Graus. Doch gewusst wie, kann das Rätsel Gleitzonenformel schnell gelöst werden. Die Gleitzonenformel für Mehrfachbeschäftigte gilt insbesondere für mehrfachbeschäftigte Minijobber, die mit ihrem Gesamtentgelt die 450-€-Grenze überschreiten.

Gleitzonenformel bei Mehrfachbeschäftigte

Die Gleitzonenformel kommt immer dann zum Tragen, wenn das Gesamtentgelt von mehrfachbeschäftigten Minijobbern die 450-€-Grenze überschreitet. Liegt nämlich das regelmäßige Gesamtentgelt aus den Minijobs oberhalb von 450 €, so sind die einzelnen Minijobs nicht mehr als Minijobs zu bewerten. Vielmehr sind dann alle Minijobs versicherungspflichtig. Es zählt aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht das Gesamtentgelt, da alle parallel ausgeübten Minijobs gesamt betrachtet und bewertet werden müssen. Aus dem Multi-Minijobber wird somit ein „Midijobber“.

Liegt das regelmäßige Gesamtentgelt im Gleitzonenbereich von 450,01 € bis 850 €. Dann wenden Sie im Lohnbüro die Gleitzonenformel für Mehrfachbeschäftigte an.

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